Filterkaffee-Simulator
Filterkaffee einstellen: nach Gewicht, Verhältnis – und Geschmack
Wir brühen nicht nach der Uhr. Wähle Methode, Dosis (Gewicht) und Verhältnis – die Brühzeit ist hier nur Physik (die Extraktions-Kinetik von Immersion und Perkolation), nicht das Ziel. Entscheidend ist, wo dein Rezept auf dem Golden-Cup-Chart landet und vor allem: was dir schmeckt. Es gibt kein richtig oder falsch – spiel in Ruhe herum, bis es für dich passt.
Die Regler: Dosis 8–80 g Kaffee. Brew Ratio ist einfach das Brühverhältnis — Kaffee zu Wasser, hier von 1:10 bis 1:20; bei 18 g und 1:16.7 sind das rund 300 g Wasser, und das Werkzeug rechnet es dir gleich daneben aus. Mahlgrad 200–1200 µm, und das sind echte Mikrometer: der mittlere Partikeldurchmesser. Wassertemperatur 60–99 °C. Brühzeit 45–360 Sekunden. Agitation (wenig, mittel, viel) heisst: wie stark du das Kaffeebett bewegst — umrühren, kräftig aufgiessen, schwenken. Mehr Agitation bringt mehr frisches Wasser an die Partikel und zieht mehr heraus. Tage nach Röstung 0–45. Gesamthärte 17–250 ppm und Alkalinität 0–120 ppm: ppm heisst «parts per million», also Milligramm gelöstes Mineral je Liter Wasser, bei Härte und Alkalinität üblicherweise als Calciumcarbonat gerechnet (mg/l CaCO₃). 100 ppm entsprechen rund 5.6 °dH.
Die Ergebnisse: SchätzungTDS und Extraktion (EY) stehen beide in Prozent, mit echter Einheit und echter Achse im Golden-Cup-Chart. Trotzdem sind es Rechenwerte aus dem Modell, keine Messung an deiner Tasse: Sie sagen dir, wo dein Rezept ungefähr landet und in welche Richtung ein Regler zieht — nicht, was ein Refraktometer anzeigen würde. Dass TDS mit zwei Nachkommastellen dasteht, ist Rechengenauigkeit und keine Messgenauigkeit. Auch die Getränkemenge in Gramm ist gerechnet: Das Modell zieht ab, was im Kaffeebett hängen bleibt. Die Geschmacksbeschreibung darunter ist eine Einordnung, kein Verkostungsurteil.
Die Grundlage: SchätzungDie Extraktions-Kinetik folgt Liang, Chan & Ristenpart 2021 für Immersion und Moroney et al. 2015/2016 für Perkolation, kalibriert auf den SCA-Golden-Cup-Standard. Die Sensorik-Zuordnung stützt sich auf Guinard et al. 2023, die Präferenz-Archetypen auf Cotter et al. 2021 (qualitativ — daraus lassen sich keine festen Bevölkerungsanteile ableiten). Die Wasserchemie wirkt bewusst nur als kleiner Modifikator: Die SCA stuft den Härte-Effekt zwischen 20 und 250 ppm als insignifikant ein, und so behandeln wir ihn auch. Die Quellen sind belegt — wie wir sie zu einer Formel verbunden und auf die sechs Methoden gelegt haben, ist unsere Modellierung: geschätzt, nicht gemessen.
Das hier ist ein Simulator. Er rechnet mit einem vereinfachten Modell und zeigt dir Zusammenhänge — keine Messwerte und keine Zusicherung. Was bei dir in der Tasse landet, hängt von deiner Maschine, deinem Wasser, deiner Bohne und deiner Arbeitsweise ab.
Unsere Empfehlungen sind Erfahrungswerte aus Beratung, Kurs und Showroom. Sie sind unverbindlich und ohne Gewähr. Für Schäden, die aus der Anwendung entstehen, übernehmen wir keine Haftung. Im Zweifel gilt, was dein Hersteller in der Bedienungsanleitung schreibt.
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SchätzungDer Punkt im Golden-Cup-Chart und die Zahlen daneben — TDS und Extraktion in Prozent, Getränkemenge in Gramm — sind Rechenwerte aus dem Modell, keine Messung an deiner Tasse. Wasser, Mahlgrad, Temperatur und Zeit neben den Reglern sind deine eigenen Einstellungen, umgerechnet.
Mehr interaktive Tools findest du gebündelt in unseren Kaffee-Tools.