Cold Brew Kaffee: Herstellung und Genuss mit Hario Equipment
Cold Brew hat in den letzten Jahren stark an Beliebtheit gewonnen – zu Recht: Die Zubereitung ist unaufwendig, und an einem heissen Sommertag ist das Ergebnis schwer zu schlagen. Mit dem passenden Equipment wird es noch einfacher. Hario aus Japan gehört zu den Herstellern, die dafür besonders verbreitete Geräte bauen.
Was ist Cold Brew?
Cold Brew, also Kaltbrühkaffee, ist eine Methode, bei der gemahlener Kaffee in kaltem oder raumtemperiertem Wasser zieht, statt mit heissem Wasser aufgebrüht zu werden. Das dauert deutlich länger – typischerweise 12 bis 24 Stunden. Das Ergebnis wird meist als weniger sauer und weniger bitter wahrgenommen als heiss gebrühter Kaffee und schmeckt runder und süsslicher.
Cold Brew mit Hario-Equipment
- Bohnen und Mahlgrad. Für Cold Brew eignet sich mittelgrob bis grob gemahlener Kaffee. Welche Bohne du nimmst, ist Geschmackssache – hellere Röstungen bringen mehr Frucht, dunklere mehr Schokolade. Eine Auswahl findest du bei unseren Kaffeebohnen.
- Gerät vorbereiten. Beim Hario Mizudashi kommt der Kaffee in den Filterkorb, der dann in die Kanne eingehängt wird. Bei der Hario Cold Brew Bottle funktioniert es genauso, nur hängt das Sieb direkt in der Flasche.
- Ziehen lassen. Sieb mit dem gemahlenen Kaffee füllen und das Wasser langsam eingiessen, damit alles gleichmässig benetzt ist. Verschliessen und für 12 bis 24 Stunden in den Kühlschrank stellen.
- Fertigstellen. Sieb herausnehmen, Kaffeesatz entsorgen. Der Cold Brew lässt sich direkt aus der Kanne oder Flasche servieren und hält sich im Kühlschrank rund eine Woche.
Woran du drehen kannst
Zwei Stellschrauben bringen am meisten: die Ziehzeit und der Mahlgrad. Länger ziehen lassen macht den Kaffee kräftiger, feiner mahlen ebenso – beides bis zu dem Punkt, an dem es kratzig wird. Wo dieser Punkt liegt, ist bei jeder Bohne anders und bei jedem Gaumen auch. Es lohnt sich, zwei Ansätze nebeneinander zu probieren.
Und weil wir es in jedem Artikel schreiben: Es gibt hier kein Richtig und kein Falsch. Es gibt den Cold Brew, der dir schmeckt. Wir sind United by Coffee.
Weiterlesen im Kaffee Wissen: Cold Brew vs. Cold Drip · V60-Anleitung · Specialty Coffee · Arabica · Unsere Kaffeebohnen
Häufige Fragen zu Cold Brew
Wie lange muss Cold Brew ziehen?
Typischerweise 12 bis 24 Stunden. Kürzer wird er dünn, deutlich länger kann er holzig werden. Wo genau du landest, hängt vom Mahlgrad und von der Temperatur ab – im Kühlschrank zieht er langsamer als bei Raumtemperatur.
Welchen Mahlgrad brauche ich?
Grob, ähnlich wie für die French Press. Fein gemahlener Kaffee löst über eine so lange Zeit zu viel heraus und macht den Cold Brew bitter und trüb.
Kaltes Wasser oder Raumtemperatur?
Beides geht. Im Kühlschrank dauert es länger und wird sauberer im Geschmack, bei Raumtemperatur schneller und kräftiger. Wenn du bei Raumtemperatur ansetzt, stell ihn danach kalt.
Welches Verhältnis nehme ich?
Fang mit rund 60 bis 80 Gramm Kaffee auf einen Liter Wasser an und passe von dort an. Wer ein Konzentrat zum Verdünnen will, geht deutlich höher.
Hat Cold Brew weniger Koffein?
Nicht automatisch. Kaltes Wasser löst Koffein langsamer, dafür zieht der Kaffee viel länger – und viele Rezepte arbeiten mit mehr Kaffee pro Liter. Ein starker Cold Brew kann mehr Koffein enthalten als eine Tasse Filterkaffee.
Wie lange hält sich fertiger Cold Brew?
Gekühlt und verschlossen halten wir uns an zwei bis drei Tage. Das ist unsere Praxis, keine Herstellerangabe.
Welche Bohne eignet sich?
Fast jede – der Unterschied ist grösser als bei heisser Zubereitung. Fruchtige Kaffees kommen kalt oft überraschend deutlich heraus, dunkle Röstungen wirken schokoladiger. Am besten probierst du zwei nebeneinander.
Was ist der Unterschied zu Cold Drip?
Cold Brew ist Einweichen, Cold Drip ist tropfenweises Durchlaufen. Das ergibt zwei deutlich verschiedene Tassen – wir haben die beiden in einem eigenen Beitrag gegenübergestellt.